Einführung:
Die Beobachtungen wurden an Tieren einer F2-Generation gemacht.
Der Fundort der P1 dieser Tiere ist unbekannt.
Der Lebensraum der beobachteten Tiere (1 Männchen, 2 Weibchen) ist 54l-Becken, welches ca. zu 2/3 befüllt ist.

Wasserwerte sind wie folgt:
PH 6,5
GH 15°
Temp. 26,5 °C

Das Becken ist eingerichtet mit einer großen Moorkien-Wurzel und zwei halbierten Kokosnüssen, dicht bepflanzt mit Cabomba aquatica., Cabomba piauhyensis, Anubias nana, Echinodorus spp., Vallisneria torta, Ophiopogon japonicum und einer Schwimmpflanzendecke aus Riccia flutilans. Das Becken wird 10 Stunden pro Tag künstlich beleuchtet, wobei nur wenig Licht durch die Schwimmpflanzendecke dringt. Ein kleiner Innenfilter sorgt für die Reinheit des Wassers. Der Ausströmer ist dabei in die untere Ecke des Beckens gerichtet, sodass keine Strömung im Becken entsteht. Als Beifische befinden sich 4 Gyrinocheilus aymonieri und 2 Ancistrus spp. im Becken. Als Futter wird eine Mischung aus Gefrierfutter (schwarze und weiße Mückenlarven, Daphnien) und Trockenfutter (Flocken, weiße Mückenlarven, rote Mückenlarven, Daphnien) gegeben. Die Aufzucht der Jungfische geschieht mit LiquiFry No.1, Sera Micron und dekapsulierten Artemiaeiern.

Verhalten des Männchens:
Das Männchen nahm schon kurz nach dem Einsetzen ins Becken ein kleines Revier von etwa 30cm Durchmesser in Besitz, dass er fortan durch Flossenspreizen und Imponierschwimmen gegen Eindringlinge verteidigte, und begann kurz darauf mit dem Bau eines Schaumnestes unter einem Blatt einer großen Anubias spp..
Der Bau dauerte etwa 2 Tage und war im fertigen Zustand ca. 10 x 10 x 3 cm (LBH) groß. Interessanterweise zeigte sich das Männchen beim Anlocken einer Partnerin sehr passiv, denn es verbrachte die meiste Zeit mit gefalteten Flossen und in Normalfärbung unter dem Nest. Näherte sich ein Weibchen, so spreizte er sofort die Flossen und Kiemendeckel, und schwamm direkt auf sie so, um dann kurz vor ihr abzudrehen, und sich seitlich zu präsentieren. Dabei wurde Körper leicht S-förmig gekrümmt, sodass der Kopf den höchsten Punkt bildete. In dieser Position verharrte das Männchen in der Anfangsphase der Balz, es zeigte kein Flossenwedeln, sondern blieb starr vor dem Weibchen stehen. Wendete sich das Weibchen nach diesem Imponiergehabe von ihm ab, zeigte er ein kurzes Verfolgungsverhalten, ohne das Weibchen dabei jemals zu verletzen oder gar zu berühren. Die Verfolgungsstrecke betrug nie mehr als 40 cm, und das Männchen kehrte sofort nach dieser Verhaltensweise unter sein Nest zurück.

Verhalten der Weibchen:
Bei den beiden Weibchen zeigte das größere Tier (Alpha-Weibchen) schon kurz nach dem Einsetzen ins Becken ein deutliches Dominanzverhalten gegenüber dem kleineren Exemplar (Omega-Weibchen). Das Alpha-Weibchen zeigte ein dem Männchen ähnliches Imponierschwimmen (allerdings niemals mit abgespreizten Kiemendeckeln) gegenüber dem Omega-Tier, und versetzte diesem auch Rammstöße in die Flanke, wenn es ihr nicht wich. Beide Weibchen zeigten ein deutliches stärkeres Bewegungspotential als das Männchen, sie bewegten sich ständig in Normalfärbung durch alle Bereiche des Beckens. Drangen sie dabei in das Revier des Männchens ein, wurde sie sofort von ihm angebalzt. Beide Weibchen nahmen schon in der Anfangsphase der Balz Demutshaltung ein (geklemmte Flossen, gesenkter Kopf) , wobei nur das Alpha-Tier die typische Laichfärbung zeigte. Die ersten Balzversuche des Männchens endeten allerdings immer in einer kurzen Verfolgungsjagd durch das Becken.

Nach zwei Tagen änderte sich das Verhalten des Alpha-Weibchens aber. Sie reagierte auf die Balz des Männchens wieder mit Demutshaltung, schwamm aber diesmal auf ihn zu, anstatt sich abzuwenden, und stupste ihn leicht in die Flanke.
Das Männchen zeigte daraufhin ein heftiges Flossenwedeln. Dieses Wechselspiel von Anstupsen und Flossenwedeln wiederholte sich drei Mal, ehe das Männchen ins Führungsschwimmen überleitete. Das Weibchen folgte nicht auf Anhieb, sondern erst nach dem sechsten Versuch des Männchens.

Interaktion unter dem Nest
Sobald sich das Paar unter dem Nest befand, ging das Männchen wieder zum Balzverhalten ohne Flossenwedeln über. Das Weibchen reagierte darauf in gewohnter Weise mit Demutshaltung, während das Männchen nach jedem Balzversuch einige Luftblasen ins Nest spuckte. Nach einigen dieser Balzversuche des Männchens, reagierte das Weibchen mit kräftigem Körperwedeln, in welches auch das Männchen einstimmte. Dies schien einleitend für die erste Paarung, denn gleich darauf begannen sich die beiden Partner zu umschwimmen. Schnell und gezielt legte das Männchen plötzlich seinen Kopf auf den Rücken des Weibchens und schlang sich dann blitzartig um sie. Langsam drehte sich das Paar dann um die Längsachse des Weibchens, bis diese auf dem Rücken lag. Eine Laichstarre konnte ich nach dieser ersten Synchronisationspaarung bei keinem der beiden Partner beobachten. Dieses Verhalten zeigte sich drei Mal, danach traten 11 Synchronisationspaarungen ein, die mit einer stärker werdenden Laichstarre des Weibchens und schließlich auch des Männchens einhergingen. Insgesamt erstreckte sich diese Phase über 1 Stunde und 16 Minuten, und war von Pausen unterschiedlicher Dauer unterbrochen, in der das Weibchen zum Teil die Nestumgebung verließ, allerdings schon nach kürzer Zeit ohne Eingreifen des Männchens zurück kehrte. Danach trat die eigentliche Paarung ein. Das Verhalten war dabei im Wesentlichen dem bei den Synchronisationspaarungen gleich. Die Abgabe der Geschlechtsprodukte erfolgte unter einem sanften Zittern, und ein Großteil der abgegebenen Eier blieb auf Abdomen und Bauchflosse des Weibchens liegen, bis sie sich aus ihrer Laichstarre löste. Pro Paarungsakt wurden zwischen 3 und ca. 10 Eier abgegeben, welche Anfangs nur vom Männchen, später aber auch vom Weibchen aufgesammelt und ins Nest verbracht wurden. Dabei nahm das Männchen zwischen 2 und 6 Eier ins Maul, um sie dann gleichzeitig ins Nest zu spucken, das Weibchen verbrachte pro Aufsammeln zwischen einem und 4 Eier ins Nest. Dieser Akt zog sich über 4 Stunden und 31 Minuten hin, und wurde nach jeweils 2-3 aufeinanderfolgenden Paarungen für jeweils 10 – 20 Minuten unterbrochen. Insgesamt konnte ich 21 Paarungen beobachten, bei denen ca. 140 Eier abgegeben wurden. Während der gesamten Phase wurde kein Futter aufgenommen, und das Weibchen zeigte seit der ersten Umschlingung keine Laichstreifung sondern stark gefärbte Glanzschuppen.
Während der Ruhepausen drängte sich interessanterweise das Omega-Weibchen dem Männchen durch Körperwedeln geradezu auf, wurde jedoch immer wieder vom Alpha-Weibchen vertrieben, ehe das Männchen auf ihre Avancen eingehen konnte.
Erst eine Stunde nachdem die Paarung mit dem Alpha-Weibchen abgeschlossen war, kam es zu einem Ablaichen mit dem Omega-Weibchen unter dem selben Nest. Dieser Akt beschränkte sich jedoch auf 3 Synchronisationspaarungen und nur 5 „echte“ Paarungen, wobei ca. 20 Eier abgegeben wurden. Das Männchen balzte das Omega-Weibchen nicht an, sondern wurde von diesem durch starkes Körperwedeln und Körperkontakt zur Paarung animiert. Das Alpha-Weibchen beachtete diesen Vorgang in keinster Weise.

(C) R.J. Blach

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