Ein Betta splendens Zuchtbericht:

Der nachfolgende Text ist ein Zuchtbericht über Betta splendens, welcher von mir selbst zusammengetragen und auch in mehreren Zuchtversuchen ausprobiert wurde. Ich kann keine Garantie für eine erfolgreiche Zucht geben. Ebenso übernehme ich keine Verantwortung für Verluste oder sogar Schäden die durch Nachahmung entstehen können.

Vorbereitungen der Zuchtfische:

Ich trenne das ausgewählte Pärchen drei Wochen von einander, so dass sie keinen Kontakt mit einander haben. Die Wasserwerte spielen dabei keine große Rolle. In den drei Wochen bekommen sie drei mal täglich nur bestes Futter z.B. getrocknete Mückenlarven, getrocknete Daphnien, gefrorene Artemia, gefrorene Mückenlarven, lebende Artemia, lebende Mückenlarven... nicht überfüttern, schadet dem Wasser, dickleibige Fische haben eine geringere Lebenserwartung! Gutes Futter brauchen die Fische, damit sie den Laichstress überstehen, ältere Fische sollte man nicht miteinander verpaaren, da es sein könnte, dass sie nach dem Laichstress sterben (eigene Erfahrung). Gehalten werden sie am besten in Einzelbehältern. Diese muss man zwei mal in der Woche säubern.

Vorbereitung des Zuchtbeckens:

Nachdem die drei Wochen vorüber sind, richte ich das Zuchtaquarium ein. Dazu verwende ich ein zwölf Liter Becken (30cm x 20cm x 20cm) und fülle es mit der Hälfte altem und die andere Hälfte mit neuem Wasser inklusive Wasseraufbereitung, so dass der Wasserstand nicht mehr als zwölf cm beträgt. Die Temperatur sollte 25°C betragen. Als Einrichtung verwende ich einen Heizstab (25 Watt oder 50 Watt), einen Durchlüfter mit einen fein porigen Ausströmer, ein oder zwei kleine Pflanzenstengel (ich verwende Wasserpest; Egeria densa) die, an der Oberfläche zum Schaumnestbau dient, ein Büschel Javamoos, einen Blumentopf mit Loch als Versteck für das Weibchen. Aber keinen Kies und Filter. Ein Filter würde für zu zuviel Strömung sorgen und das Schaumnest zerstören. Wenn alles eingerichtet ist, stellt man die Heizung und den Durchlüfter an. Den Durchlüfter ganz fein einstellen, so dass sich die Wasseroberfläche nicht bewegt. Ich setze zuerst das Männchen ein und warte ein bis zwei Tage bis er sein Schaumnest gebaut hat. Wenn das Schaumnest fertig gebaut ist, setze ich das Weibchen dazu. Nachdem das Weibchen hereingesetzt wurde stelle ich das Thermometer von 25°C auf 28°C.Das Weibchen wird sofort verjagt und flüchtet in den Blumentopf. Solche Raufereien können sich noch etwas hinziehen, so dass beide am Ende ausgefranste Flossen haben. Das Männchen balzt das Weibchen an, indem er seinen Flossen spreizt und sie dem Weibchen zeigt. Das Weibchen müsste jetzt Laichstreifen aufweisen, dass sind helle senkrechte Streifen am Körper.Das Männchen baut immer noch am Schaumnest herum und nach einiger Zeit duldet er das Weibchen. Jetzt findet die eigentliche Paarung statt.

Paarung und Aufzucht der Jungfische:

Beide umschlingen sich, wobei erst mal Scheinpaarungen statt finden. Nachdem diese vorbei sind, treten nun Samen und die kleinen weißen Eier aus. Das Männchen löst sich aus der Laichstarre, und das Weibchen bleibt noch ein paar Sekunden regungslos an der Wasseroberfläche. Die Eier sind schwerer als Wasser und sinken zu Boden. Beide sammeln die Eier auf, nehmen sie in den Mund, ummanteln sie mit einem Sekret und spucken sie anschließend in das Schaumnest. Diese Laichakte ziehen sich nun über zwei bis drei Stunden hin. Nachdem zwei bis drei Stunden vorüber sind erfolgen wieder Scheinpaarungen. Wenn diese auch beendet sind, wird das Weibchen sofort verjagt und das Männchen duldet keinen anderen Fisch neben ihm mehr, also nimmt man das Weibchen nach dem laichen vorsichtig heraus, ohne das Schaumnest zu zerstören. Das Männchen kümmert sich nun allein um die Jungen. Er umschichtet sie mit neuen Luftblasen, es kann auch passieren, dass er sein Nest an eine andere Stelle verschiebt. Das Männchen frisst verpilzte und unbefruchtete Eier auf, so dass nicht mehr Eier verpilzen können. Nach etwa zwei Tagen, wenn die Jungen geschlüpft sind und langsam aber sicher das Nest verlassen wollen, nimmt man das Männchen heraus, damit es seine Jungen nicht als Lebendfutter betrachtet. Jetzt sollte man den Wasser stand von zwölf cm auf fünf cm senken, denn sie Jungen versuchen in das Nest zurück zu schwimmen und lange Strecken (zwölf cm) können sie noch nicht bewältigen. Jetzt ist es an der Zeit den Durchlüfter von ganz leicht auf mittel aufzudrehen. Als erstes Futter für die Jungfische dienen Infusorien. Da diese in jedem eingelaufenen Aquarium enthalten sind. Nach etwa zwei Tagen kann man drei mal täglich mit Flüssigfutter füttern (z.B. JBL Nobil Fluid). Nach wieder zwei Tagen füttere ich lebende Artemia, neben den Artemia kann man auch abwechselnd Mikrowürmer verfüttern, dazu Brauch man allerdings einen Zuchtansatz. Diesen habe ich mir bei Ebay ersteigert. Trotzdem sollte man immer noch mit Flüssigfutter füttern, wenn die Mäuler groß genug sind (sechs bis acht Wochen), kann man mit feinsten Staubfutter (z.B. Sera Mikropan) die Jungen füttern. Dabei wird man feststellen, dass der Bodengrund mit Futterresten und Kot nach kurzer Zeit voll ist. Also setze ich eine Apfelschnecke in das Becken, aber erst die Schnecke dazu setzen wenn die Jungen komplett frei herum schwimmen, ansonsten könnte es sein, dass die Schnecke die Jungen auffrisst. Man sollte aber nicht vergessen ein Wasserwechsel zu machen, ich mache alle zwei Tage einen Liter Wasserwechsel, und gebe immer etwas mehr Wasser (mit Wasseraufbereitung) dazu, damit der Wasserstand langsam ansteigt. Die Jungfische wachsen nun langsam heran und spätestens, nachdem man das Geschlecht erkennen kann, sollte man sie trennen. Auch Zoofachgeschäfte nehmen gerne Kampffische an.Die schönsten der Jungfische sollte man allerdings behalten und für eine neue Zucht verwenden.

Zusammenfassung:

 

  1. drei Wochen vor dem Zusammensetzen mit gutem Futter füttern
  2. Durchlüfter ganz fein einstellen
  3. Schwimmpflanzen einsetzen
  4. Männchen zuerst in das Zuchtbecken setzen
  5. warten bis Schaumnest gebaut hat
  6. dann Weibchen vorsichtig hineinsetzen (auf Schaumnest aufpassen!)
  7. von anfänglich 25°C auf 28°C erhöhen
  8. nach der Paarung das Weibchen herausfangen
  9. das Männchen nachdem Schlüpfen der Jungfische herausfangen
  10. Elterntiere wieder von einander trennen.
  11. Wasserstand senken auf max. 5 cm
  12. nachdem Schlüpfen der Jungfische Durchlüfter stärker stellen
  13. Jungfische nachdem Schlüpfen mit Flüssigfutter anfüttern
  14. nachdem Schlüpfen zwei mal pro Woche Wasserwechsel machen
  15. nachdem Freischwimmen Apfelschnecken hineinsetzen
  16. Wasserstand jeden Tag erhöhen
  17. nach ca. fünf Tagen mit Artemia füttern
  18. nach ca. zwölf Tagen mit feinem Staubfutter füttern.

(C) Christian Grimberger



 

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