Betta edithae gehören zum Picta –Formenkreis und sind ausgewachsen ca. 8 cm groß. Sie sind also die etwas kleineren Betta Wildform Vetreter, der äußerst vielfältigen Wildform Familie. Diese Maulbrüter zeigen ein äußerst interessantes Verhalten, dass sich nahezu völlig vom Verhalten der Betta Zuchtform unterscheidet. Zum Beispiel sind diese Tiere auch ihren männlichen Artgenossen gegenüber sehr friedlich, so dass man auch mehrere Männchen in einem Becken halten kann, was sogar sehr ratsam ist. Ich halte ein Betta edithae Trio, d.h. 1 Männchen und 2 Weibchen in einem 54 Liter Aquarium. Eingerichtet ist dieses Becken mit Kies, Javafarn, Vallisnerien, Anubias, Wasserpest, Nymphea micrantha und Nymphea lotus, auch bekannt als blauer und roter Tigerlotus. Auf der Wasseroberfläche schwimmen unzählige Muschelblumen, die gute Versteckmöglichkeiten bilden und den Algenwuchs aufgrund des abgeschwächten Lichts der Leuchtstoffröhre verhindern. Zur Dekoration und als weitere Verstecke habe ich einige , kleine Tonblumentöpfe und eine Deko-Burg ins Becken gestellt. Die Tempratur beträgt ziemlich konstant 27 ° Grad. Da das Aquarium im Büro unterm Dach steht, muß ich es nur im Winter beheizen. Edithea brauchen im Gegensatz zu den Schaumnestbauern eine leichte Strömung, die ich über meinen Innenfilter regulieren kann. Sehr wichtig ist ebenfalls eine dichte Abdeckung, da Edithea Meister in der Disziplin „Rausspringen“ sind.

Meine Beobachtungen zum Sozialverhalten

Nach dem Einsetzten in ihr neues Heim, waren die Tiere erst mal sehr verängstigt, durch Transport, Umsetzen und die neue Umgebung. Sie blieben dicht beieinander und schmiegten sich aneinander. Nach ein paar Stunden kamen sie dann aus ihrem Versteck heraus und nahmen zögernd das Granulat an, dass ich ihnen anbot. Sie müssen wirklich sehr hungrig gewesen sein, denn langsam aber sicher tauten sie auf und jagten dem Futter nun viel lebhafter hinterher. Nach der Fütterungszeit versteckten sie sich wieder in den Pflanzen oder den Tontöpfen und kamen den restlichen Abend nicht mehr heraus. Am nächsten Tag viel mir auf, dass sich ein festes Paar gebildet hatte. Das kleinere Weibchen schwamm in der anderen Ecke des Aquariums, während das Paar fast schon synchron miteinander schwamm. Es wurde zusammen Luftgeholt, zusammen gefressen und sie blieben immer dicht beieinander. Wenn das kleinere Weibchen einmal in die unmittelbare Nähe kam, wurde es sofort vom größeren Weibchen verjagt. Die Färbung der Fische wechselte teilweise in einem zeitlichen Abstand von etwas 20 Sekunden. Mal zeigten sie das Streifenmuster, mal die deckende, hellbraune Körperfarbe, die mit blauen Glanzschuppen durchzogen ist. Das Steifenmuster beobachtete ich verstärkt bei Aufregung, Balz und während der Fütterung. Das hellbraune Schuppenkleid, zeigte sich meist im Ruhezustand oder währen der Balz des Männchens.

Trotzdem, das Edithae Weibchen die treibende Kraft bei der Balz sind, zeigen die Männchen sich natürlich auch von ihrer schönsten Seite. Die Flossen werden aufgestellt, die Backen aufgeplustert und es zeigt sich dem Weibchen meist so von der Breitseite, wahrscheinlich um größer zu wirken.

Das ging ein paar Tage so weiter, es war sehr interessant zu beobachten, dass im Gegensatz zur Zuchtform von Betta Splendens der Weibliche Partner dominant ist und ganz allein das Weibchen entscheidet, wenn sie sich als Partner wählt. Diesen verteidigt sie dann konsequent gegen andere Weibchen. Es bleibt aber nur beim Verjagen, einen Kampf konnte ich nicht beobachten. Keine abgebissenen Flossen und auch keine fehlenden Schuppen. Da ich nur dieses eine Männchen habe, verstehe ich auch jetzt, warum es ratsam ist, die Tiere entweder 1:1 zu halten, oder immer mehr Männchen als Weibchen. Die Weibchen scheinen dauerhaft Laichbereit zu sein und werben natürlich dementsprechend um das eine Männchen. Das Männchen kann sich aber nur einer Partnerin widmen. Deshalb glaube ich, ist es besser noch ein Männchen zu halten, um das einzige vor zu heftiger Verliebtheit der Weibchen zu schützen. So könnte sich das kleinere Weibchen ebenfalls den noch verbleibenden, freien Partner suchen, und sich mit ihm fortpflanzen, während das schon bestehende Paar und vor allem das Männchen in aller Ruhe Brutpflege betreiben kann.

Meine Beobachtungen zum Paarungsverhalten

Nach ungefähr 14 Tagen konnte ich das sehr interessante Paarungsverhalten dieser Tiere beobachten. Das bestehende Paar synchronisierte immer mehr und besser miteinander, bis sie sich irgendwann zusammen ein Versteck suchten, in dem das Männchen auch während der Brutpflege nur mit dem Kopf rausschaute.

Der Laichakt fing am frühen Nachmittag an und zog sich bis in den späten Abend hin. Es lief alles sehr ruhig und gemächlich ab, mit kürzeren oder auch längeren Pausen dazwischen. Das kleinere Weibchen war schon vorher auf seinen Platz verwiesen worden, so das sich das Paar in aller Ruhe der Paarung widmen konnte. Zuerst umschwammen sich beide Partner mehrmals, bis sich das Weibchen in eine leichte Schräglage legte. Das Männchen umschlang das Weibchen von unten, so dass es sich wie eine Klammer um sie legen konnte.

So trieben sie langsam dem Boden entgegen. Die Afterflosse des Männchens bildete so etwas wie eine Auffangschale, in die die vom Weibchen ausgestoßenen Eier fielen. Währen das Männchen noch eine paar Sekunden in der Laichstarre blieb., sammelte das Weibchen aus seiner Afterflosse die Eier mit dem Maul auf.

Nachdem das Männchen aus der Laichstarre erwacht war, stellten sich beide Partner gegenüber und das Männchen wartete geduldig darauf, dass das Weibchen die Eier wieder ausspuckt. Manchmal ließ sie sich wirklich Zeit damit und dann überließ sie ihm die Eier auch nicht einfach. Sie spuckte sie aus und sog sie sofort wieder zurück in ihr Maul, so dass das Männchen sich wirklich anstrengen und beeilen musste, bis er ihr mal ein Ei wegschnappen konnte. Bis er alle Eier dann sicher in seinem Maul hatte und die Paarung weiterging, verging schon mal eine ganze Stunde. So ging es dann bis in den späten Abend ohne Unterbrechung weiter, bis sich das Maul des Männchen langsam aber sicher füllte. Zwischendurch verjagte das Weibchen immer mal wieder das zu neugierig gewordene kleinere Weibchen, widmete sich dann aber wieder voll und ganz ihrem Partner.

Während der Laichphase zeigte das Weibchen durchgehend ihre Streifenfärbung, während das Männchen sich in seiner schönsten Prachtfärbung zeigt, mit durchgefärbten Flossen und einem hellbraunen Körper. Am nächsten Tag, saß dass Männchen in seiner von beiden erwählte Höhle und schichtete immer wieder die in seinem Maul befindlichen Eier um. Dazu machte er so etwas wie Kaubewegungen, bei der man auch sah, wie die Eier in seinem Maul bewegt und umgeschichtet wurden.

Das Weibchen blieb in der Nähe, nahm aber gierig das Futter an. Am ersten Tag blieb sie noch in der Nähe der Höhle und bewachte das Männchen samt der Brut. Aber in den darauffolgenden Tagen entfernte sie sich immer wieder für längere Zeit, bis sie irgendwann gar kein Interesse mehr an dem Männchen hatte und nun Flosse an Flosse mit dem kleineren Weibchen durchs Becken schwamm. Während der Brutphase nahm das Männchen kein Futter zu sich, während beide Weibchen einen schönen Laichansatz bekamen.

Die Beobachtungen, die ich gemacht habe, müssen nicht grundsätzlich gelten, wie gesagt, es sind MEINE Beobachtungen und müssen nicht auf alle Betta edithae zutreffen. Abschließend kann ich sagen, es sind wirklich sehr interessante und schöne Tiere, die auch für Wildformanfänger gut geeignet sind.

(C) Sabine

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