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  • »Damian_Matthys« ist männlich
  • »Damian_Matthys« ist der Autor dieses Themas
  • Deutschland

Beiträge: 5

Name: Dusan Basic

Wohnort: Köln

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1

Sonntag, 4. September 2016, 21:15

Kafis miteinander "sparren" lassen?

Liebe Kampffisch-Community,
ca. 99,9% von euch dürften dem Thema "Kämpfe" sehr negativ gegenüberstehen (ich übrigens auch), dennoch hätte ich da eine Frage: man soll seinen Kampffisch ja möglichst naturnah halten, mit vielen Wasserpflanzen, dunklem Kies usw. & möglichst ohne andere Kampffische, weil er ein Einzelgänger und Revierbilder ist ... aber gehört zu einer naturnahen Haltung nicht auch gelegentliches Kämpfen mit Artgenossen im Territorium? Ich denke da an 1-2 Minuten "Sparring", max. alle paar Wochen oder so, und würde die Kontrahenten bei der ersten kleineren Verletzung sofort trennen. Es möge bitte keiner denken, diese Frage wäre mit einem martialischen Grundhaltung o.Ä. verbunden, ist wirklich nur ganz naiv gefragt als Anfänger & will herausfinden, ob der männliche Kafi bei so kleinerem, gelegentlichem Sparring tendenziell eher eingeht oder vielleicht sogar aufblüht? Ich freue mich auf eure Kommentare. Vielen Dank.

markus

Drecksack :-))

  • »markus« ist männlich
  • Deutschland

Beiträge: 1 947

Name: Markus

Wohnort: Kassel

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2

Sonntag, 4. September 2016, 22:18

Hallo,

ich weiß ja nicht ob die Frage dein Ernst ist oder du uns veralbern willst !
In der Natur können sich die Tiere aus dem Weg gehen und haben ganz andere Möglichkeiten im Aquarium ist das wohl kaum der Fall!
Brachst du ab und zu mal eine Faust in deinem Gesicht ? - dann schließ dich mit jemanden in einen Raum von 3 x 3 Meter ein und schmeiss den Schlüssel weg :smoke:

Antwort: NEIN !!!

Gruß
Markus

Duras

Fortgeschrittener

  • »Duras« ist männlich

Beiträge: 454

Name: Sascha

Wohnort: Weiden

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3

Montag, 5. September 2016, 01:04

Hi,

Also erstmal muss man ja sagen, dass die Wildform, die es in der Natur gibt, nicht so aggressiv ist, wie die Hochzuchten. Du kannst ohne weitere Probleme 2 Männchen und ein Weibchen der Wildform in einem 54l Aquarium halten, ohne das die Tiere sich gegenseitig töten. Das geht aber nur bei der Wildform. Wenn es perfekt läuft, bilden beide Männchen ein Revier und das Weibchen könnte sich durchaus mit beiden Männchen paaren. Wenn es nicht so gut läuft, dann wird ein Männchen unterdrückt. Trotzdem passiert da nichts weiter, solange er sich aus dem Revier des anderen Männchens heraushält. Dafür braucht man aber eine gute Strukturierung.
Hochzuchten verletzen sich auch auf eine andere Art, als es Wildformen machen würden. Erstmal kann eine Wildform anzeigen, wenn sie unterlegen ist. Das können einige Hochzuchten wegen ihrer Färbung nicht mehr. Wildformen stossen sich gegenseitig und zerreisen sich auch mal die Flossen. Heisst, die Flossen haben Risse, die aber relativ schnell und einfach wieder heilen. Hochzuchten dagegen reissen sich richtig Stücke aus den Flossen heraus, die mitunter bis zur Flossenwurzel reichen und somit nicht mehr nachwachsen.

@Markus
Das ist keine Antwort auf die Frage. Das ist weder sachlich, noch hilfreich. Der Vergleich mit 3x3m passt auch nicht.

Gruss
Sascha

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Duras« (5. September 2016, 01:05)


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Beiträge: 5

Name: Dusan Basic

Wohnort: Köln

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4

Montag, 5. September 2016, 17:06

@Duras ... vielen Dank für deine schnelle und qualifizierte Antwort. Besonders der verhaltensmäßige Unterschied zwischen Zucht- und Wildform war mir an dieser Stelle noch nicht bewusst. Zudem schließe ich mich deiner Einschätzung zu Markus' statement an. Mir war auch noch nicht klar, dass sich die Hochzuchten nicht so zügig regenerieren wie die Wildzuchten. Danke

Cory Züchter

KFF Member, IBC Member, Schweizer Kampffischzüchter

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5

Mittwoch, 14. September 2016, 17:45

Hallo,



Im Grunde finde ich mit deiner Annahme hast Du in gewissen Massen recht. Nicht aber mit der Praktik dazu.

Ein Kampffisch hat, wie wir alle wissen eine gewisse Grundaggression, die meiner Meinung nach die Entwicklung schon stark beeinflussen. Sobald ein junges Männchen separiert ist, macht es Entwicklungstechnisch meistens einen riesen Sprung. Dies ist besonders bei HMs gut zu beobachten. Dies hängt mit Sicherheit damit zusammen, dass sich diese Männchen "dominant" und quasi im eigenen Lebensraum ohne Unterdrückung entwickeln und entfalten können. Dann einen Regelmässigen Sichtkontakt steigert mit Sicherheit den dafür verantwortlichen Hormonhaushalt und beeinflusst das Wachstum.

Zwei Kampffische miteinander Kämpfen zu lassen -sei es auch nur für ein paar Minuten- geht aber Grundsätzlich am Ziel vorbei. Erstens- wie Sascha schon sagte- gibt es die heutigen Zuchtformen so nicht in freier Wildbahn.

Sie unterscheiden sich massiv von Körperbau sowie vom Sozialverhalten und sind um einiges Empfindlicher gegenüber Verletzungen und erbarmungsloser im Umgang mit Artgenossen. Im Klartext, Sie kennen keine Gnade!



Zweitens: selbst wenn man die Tiere zusammenlassen würde, käme es vermutlich erst nach einiger Zeit zu einem ernsten Kampf. In aller Regel wird erstmal ausgiebig gedroht. Gegenseitig werden Wasserschwalle ausgeteilt und erst dann, beginnen die eigentlichen "Kämpfe". Vorausgesetzt keines der Männchen hat die Flucht bis dahin ergriffen (Wenn Fluchtmöglichkeiten vorhanden sind). Ob man nun solange da hocken will, um das Ganze zu beobachten ist ja nur schon fragwürdig. Ausserdem lässt sich genau diese Phase bis dahin doch genau so gut mit einfachem Sichtkontakt ( Sei das mit Spiegel oder mit Artgenossen) simulieren.

Viele verwechseln einen Ausgeprägten Instinkt mit einer Lust oder gar Freude auf etwas.

Als Beispiel; Eine Wildschweinmutter würde ihre Frischlinge auch bis zum Tode beschützen. Währe es also Artgerecht, sie im Tierpark extra in diese Situation zu bringen, nur weil es in der Natur manchmal auch so vorkommt? Ich denke nicht!

Das ist kein Spass für das Tier, sondern eine pure Stresssituation die es dank seiner Instinkte zum eigenen Wohle ( Und in diesem Fall der Nachkommen) ohne Verlust zu überstehen versucht.

Leider hinkt dieser Vergleich etwas. Denn Wildschweine oder andere Tiere können sich innerartlich auch auseinandersetzen und somit die Soziale Struktur ausleben. Das können Kampffische nur bis zum Separationsalter. Aber schon da merkt man deutlich den Unterschied von schwachen zu dominanten Fischen. Schwierig zu erklären, aber ich denke man versteht aber was ich sagen möchte.

Ich denke Revierverteidigung ist schon wichtig, Nicht nur für Showtiere. Meiner Meinung nach auch für die Entwicklung der Fische. Fische nun deshalb zusammen zu lassen, schadet den Fischen aber sicher mehr als es ihnen gut tut. Für Showtiere sind kleinste Flossenschäden schon unpraktisch und auch der damit verbundene Stress der solche Verletzungen zwangsläufig aussetzt, ist alles andere als gut für den Fisch. Deshalb lautet die Antwort auch von mir aus - Nein. Sichtkontakt und regelmässiges Spiegeltraining genügt für eine Artgerechte Haltung.





Grüsse Marco

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Cory Züchter

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6

Mittwoch, 14. September 2016, 17:45

Hallo,



Im Grunde finde ich mit deiner Annahme hast Du in gewissen Massen recht. Nicht aber mit der Praktik dazu.

Ein Kampffisch hat, wie wir alle wissen eine gewisse Grundaggression, die meiner Meinung nach die Entwicklung schon stark beeinflussen. Sobald ein junges Männchen separiert ist, macht es Entwicklungstechnisch meistens einen riesen Sprung. Dies ist besonders bei HMs gut zu beobachten. Dies hängt mit Sicherheit damit zusammen, dass sich diese Männchen "dominant" und quasi im eigenen Lebensraum ohne Unterdrückung entwickeln und entfalten können. Dann einen Regelmässigen Sichtkontakt steigert mit Sicherheit den dafür verantwortlichen Hormonhaushalt und beeinflusst das Wachstum.

Zwei Kampffische miteinander Kämpfen zu lassen -sei es auch nur für ein paar Minuten- geht aber Grundsätzlich am Ziel vorbei. Erstens- wie Sascha schon sagte- gibt es die heutigen Zuchtformen so nicht in freier Wildbahn.

Sie unterscheiden sich massiv von Körperbau sowie vom Sozialverhalten und sind um einiges Empfindlicher gegenüber Verletzungen und erbarmungsloser im Umgang mit Artgenossen. Im Klartext, Sie kennen keine Gnade!



Zweitens: selbst wenn man die Tiere zusammenlassen würde, käme es vermutlich erst nach einiger Zeit zu einem ernsten Kampf. In aller Regel wird erstmal ausgiebig gedroht. Gegenseitig werden Wasserschwalle ausgeteilt und erst dann, beginnen die eigentlichen "Kämpfe". Vorausgesetzt keines der Männchen hat die Flucht bis dahin ergriffen (Wenn Fluchtmöglichkeiten vorhanden sind). Ob man nun solange da hocken will, um das Ganze zu beobachten ist ja nur schon fragwürdig. Ausserdem lässt sich genau diese Phase bis dahin doch genau so gut mit einfachem Sichtkontakt ( Sei das mit Spiegel oder mit Artgenossen) simulieren.

Viele verwechseln einen Ausgeprägten Instinkt mit einer Lust oder gar Freude auf etwas.

Als Beispiel; Eine Wildschweinmutter würde ihre Frischlinge auch bis zum Tode beschützen. Währe es also Artgerecht, sie im Tierpark extra in diese Situation zu bringen, nur weil es in der Natur manchmal auch so vorkommt? Ich denke nicht!

Das ist kein Spass für das Tier, sondern eine pure Stresssituation die es dank seiner Instinkte zum eigenen Wohle ( Und in diesem Fall der Nachkommen) ohne Verlust zu überstehen versucht.

Leider hinkt dieser Vergleich etwas. Denn Wildschweine oder andere Tiere können sich innerartlich auch auseinandersetzen und somit die Soziale Struktur ausleben. Das können Kampffische nur bis zum Separationsalter. Aber schon da merkt man deutlich den Unterschied von schwachen zu dominanten Fischen. Schwierig zu erklären, aber ich denke man versteht aber was ich sagen möchte.

Ich denke Revierverteidigung ist schon wichtig, Nicht nur für Showtiere. Meiner Meinung nach auch für die Entwicklung der Fische. Fische nun deshalb zusammen zu lassen, schadet den Fischen aber sicher mehr als es ihnen gut tut. Für Showtiere sind kleinste Flossenschäden schon unpraktisch und auch der damit verbundene Stress der solche Verletzungen zwangsläufig aussetzt, ist alles andere als gut für den Fisch. Deshalb lautet die Antwort auch von mir aus - Nein. Sichtkontakt und regelmässiges Spiegeltraining genügt für eine Artgerechte Haltung.





Grüsse Marco

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7

Donnerstag, 15. September 2016, 17:04

Lieber Marco, auch Dir vielen Dank für deine kompetente Antwort. Vielleicht war da wirklich der Denkfehler bei mir; ich habe "Instinkt" des Fisches mit "Lust" oder "Vergnügen" verwechselt. Bei Tieren kommt man ja schnell zum falschen Schluss, dass beides dasselbe wäre.

Aber eine Sache interessiert mich dann doch noch. Ich gehe stark davon aus, dass Du züchtest. Hast Du so etwas schon gemacht (zwei Kampffische mit Sichtkontakt aber Schutzscheibe die Kampfrituale simulieren lassen) und konntest Du Veränderungen in dem Verhalten, der Psyche, Stimmung, Charakter, Gesundheit usw. längerfristig feststellen? Würde mich brennend interessieren!

Und beste Grüße!

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